Der Chiemsee wird auch das "bayrische Meer" genannt und prägt die Kultur und das Leben einer ganzen Region. Die Entstehung des Sees geht zurück bis in die letzte Eiszeit, in der die sich bewegenden Gletscher den Bereich tief ausschürften. Ursprünglich war der Chiemsee viel größer und tiefer, die Wasserfläche verringerte sich jedoch bis auf die heutige Ausdehnung 80 km².
In unmittelbarer Nähe des Sees befinden sich die Chiemgauer Berge. Diese interessante Mischung prägt das Gesicht des Chiemgaus und macht es zu einem der beliebtesten Ausflugs- und Urlaubsziele Deutschlands. Das Leben am See ist stark vom Wasser geprägt. Buchten, Halbinseln und besonders die beiden größten Inseln, die Frauen- und die Herreninsel, zeigen das Spannungsfeld zwischen Land und Wasser. Besonders die Maler der vergangenen Jahrhunderte waren davon angetan. Um den Landschaftsmaler Paulus aus Prien bildete sich eine ganze Gruppe von talentierten Malern, die im gesamten Chiemgau auf Motivsuche gingen. Sie wurden später als Chiemseemaler bekannt.
Auch Ludwig II., der bayrische "Märchenkönig", wusste die romantische Stimmung des Sees zu schätzen. Das zauberhafte Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel zeugt bis heute davon und zieht Touristen aus aller Welt an.
Durch die malerische Landschaft bewegt man sich am besten mit der Chiemsee-Bahn. Die Dampflok ist die älteste bis heute durchgängig betriebene Dampfstrecke der Welt und verbindet Prien mit dem See. Das kleine Städtchen lädt zum Bummeln ein, ebenso wie Chieming, Bernau und Seebruck. Neben den Badefreuden und kulinarischen Genüssen laden zahlreiche Schlösser, Burgen und Museen zur kulturellen Weiterbildung ein und helfen die Faszination der Landschaft besser zu verstehen.
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